Wohnbauprojekt Schönmoos durch Bürgerschaftliches Engagement zügig realisieren.

Pressemeldung zum Gemeinderatsantrag „Schönmoos“ der GRÜNEN Tutzing vom 19.12.2025

Zum eingebrachten Antrag erklärt Gemeinderat Bernd Pfitzner: „Durch die für das Haushaltsjahr 2026 ausgesetzte Wohnbauumlage des Landkreises Starnberg und der Mitgliedsgemeinden der Landkreises Starnberg kommt der Bau dringend benötigter Wohnungen weiter ins Stocken. Mit einer Kooperation von Bürgerschaftlichen Engagement und dem Verband Wohnen könnte das Wohnbauprojekt Schönmoos wesentlich zügiger realisiert werden“.

Deshalb fordert die Gemeinderatsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine enge Kooperation zwischen Verband Wohnen, der Gemeinde und einer bürgergetragenen, noch zu gründenden Genossenschaft. Der Erste Bürgermeister soll sich dazu im Verband Wohnen dafür einsetzen, dass notwendige Satzungsänderungen ermöglicht und das Projekt Schönmoos in Kooperation mit der Genossenschaft zügig umgesetzt wird.

Ziel der Kooperation ist, die fachliche Kompetenz des Verbands Wohnen mit Bürgerkapital und lokaler Verantwortung zu verbinden. Der Verband Wohnen soll seine personellen Ressourcen, Planungsleistungen und Bauträgeraufgaben einbringen, während die Mitglieder der Wohnbaugenossenschaft das notwendige Eigenkapital für einen Teil der Wohnungen bereitstellen.

So können Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen ebenso entstehen wie dauerhaft bezahlbare Wohnungen für Haushalte mit mittleren Einkommen, die in der klassischen sozialen Wohnraumförderung häufig leer ausgehen. Durch gemeinsam erarbeitete Vergabekriterien sollen soziale Durchmischung, Ortsbezug, Familienfreundlichkeit und langfristige Bezahlbarkeit gesichert werden.

Fraktionssprecherin Flora Weichmann betont die soziale Bedeutung des Projekts: „Schönmoos ist ein Schlüsselprojekt für bezahlbaren Wohnraum in Tutzing – jedes weitere Jahr Verzögerung verschärft die Lage für Familien, Alleinerziehende und Menschen mit geringeren Einkommen.“ „Mit einer Wohnbaugenossenschaft holen wir die Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot und verankern das Quartier dauerhaft in der örtlichen Gemeinschaft.“

Gemeinderat Michael Ehgartner hebt die finanzielle und strukturelle Dimension hervor: „Der Verband Wohnen bringt Planungserfahrung und professionelle Strukturen mit, die wir dringend brauchen – aber ohne zusätzliches Eigenkapital aus der Bürgerschaft bleibt Schönmoos weiter im Wartestand.“

​Gemeinderat Bernd Pfitzner unterstreicht den gemeinwohlorientierten Ansatz: „Mit der Wohnbaugenossenschaft Tutzing schaffen wir ein dauerhaft gemeinwohlorientiertes Wohnungsunternehmen vor Ort, das nicht renditegetrieben arbeitet, sondern sich an der Daseinsvorsorge orientiert.“ „So stellen wir sicher, dass Schönmoos langfristig im Eigentum und in der Verantwortung der Tutzinger Bürgerinnen und Bürger bleibt – und nicht zum Spekulationsobjekt wird.“

Die Grünen sehen in der Kooperation zwischen Verband Wohnen, Gemeinde und der künftigen Wohnbaugenossenschaft ein Modellprojekt für sozial und ökologisch verantwortliche Ortsentwicklung, die Vorbildcharakter für den gesamten Landkreis haben kann.

Verwandte Artikel