leider habe ich in meiner Euphorie, beim Projekt Schönmoos etwas bewegen zu können und den Stillstand bei der Realisierung von bezahlbaren Wohnraum in Tutzing (und im Landkreis) überwinden zu können, in meinem Artikel unklar und missverständlich ausgedrückt. Richtig ist: Der Gemeinderat hat sich nicht grundsätzlich für die Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft ausgesprochen, sondern diese ausdrücklich als eine mögliche Option neben anderen in den Blick genommen. Diese differenzierte Beschlusslage ist fakt und ich bedauere, wenn durch meine Formulierung ein anderer Eindruck entstanden ist. Mir ist wichtig zu betonen, warum ich die Idee einer Wohnungsbaugenossenschaft weiterhin für prüfenswert halte: Wohnungsbaugenossenschaften sind in Deutschland seit vielen Jahrzehnten eine bewährte Form, bezahlbaren und dauerhaft sozial orientierten Wohnraum zu schaffen. Gerade in Großstädten wie München tragen Genossenschaften und andere gemeinwohlorientierte Akteure wesentlich dazu bei, Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen ein sicheres Zuhause zu ermöglichen. Ich bedauere es sehr, dass der Gemeinderat sich diesem Vorschlag (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht anschließen konnte. Unabhängig von der offenen Entscheidung über die konkrete Rechtsform gehen wir als Initiatoren jetzt den nächsten Schritt, damit wir nicht weiter Zeit verlieren: Für Mitte März ist ein gemeinsamer Termin mit dem Verband Wohnen im Landkreis Starnberg vereinbart, an dem auch Bürgermeister Ludwig Horn, Michael Ehgartner und ich teilnehmen werden. In diesem Gespräch wollen wir gemeinsam ausloten, ob und in welcher Form eine Kooperation – gegebenenfalls auch mit einer noch zu gründenden Wohnungsbaugenossenschaft – dazu beitragen kann, das Projekt Schönmoos zügig und dauerhaft gemeinwohlorientiert zu realisieren. Ich würde mich freuen, wenn wir dann dem (dann neu gewählten) Gemeinderat eine Projektlösung vorstellen können. Dieser ist ja dann vielleicht dieser Idee aufgeschlossener gegenüber. Mir und uns GRÜNEN ist es sehr wichtig, beim Thema Bezahlbarer Wohnraum ins Handeln zu kommen. Wir sind auch offen für Alternativvorschläge. Leider wurden bisher keine genannt. Nur darauf zu hoffen, dass der Verband Wohnen im nächsten Jahr vom Landkreis und den Kommunen bei immer knapper werdenden Kassen wieder die Wohnbauumlage gezahlt bekommt, ist uns zu wenig.
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