Carsharing ist in Tutzing längst mehr als eine gute Idee – es ist Realität am Bahnhof und ein sichtbarer Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität. 2019 konnte auf Initiative der Tutzinger GRÜNEN das erste Carsharing-Fahrzeug von „Stattauto“ direkt am Bahnhof stationiert werden, wo es Bahn, Bus, Taxi und Fahrrad zu einem echten Mobilitätsknoten verbindet.
Wie aus einer Idee ein Angebot wurde
Die GRÜNEN haben früh erkannt, dass viele Tutzingerinnen und Tutzinger dank guter Bahnverbindung nicht täglich ein eigenes Auto brauchen – und dass ein professionelles Carsharing-Angebot genau hier ansetzen kann. In intensiven Gesprächen mit Anbietern wie ÖkoMobil Pfaffenwinkel und schließlich Stattauto wurde ein Standortmodell entwickelt, das für Gemeinde und Betreiber tragfähig ist: zentral, nah am ÖPNV und mit einem reservierten Stellplatz.
Der erste Renault Clio von Stattauto wurde 2019 am Bahnhof platziert, zunächst auf Probe. Die Auslastung entwickelte sich jedoch so positiv, dass das Angebot dauerhaft blieb.
Vom ersten zum zweiten Fahrzeug
In den Folgejahren zeigte sich: Das Carsharing-Auto wurde so stark genutzt, dass es in Spitzenzeiten oft gar nicht mehr verfügbar war. Auf erneute Initiative aus den Reihen der GRÜNEN und mit direkter Ansprache des Anbieters wurde 2025 schließlich ein zweites Fahrzeug (Hyundai i20) am Bahnhof stationiert – mehr als fünf Jahre nach dem Start des ersten Autos.
Damit ist Carsharing in Tutzing kein Testballon mehr, sondern ein verlässliches Angebot:
- für Menschen, die bewusst auf ein eigenes Auto verzichten möchten,
- für Haushalte, die ein Zweitauto ersetzen,
- und für Unternehmen, die gelegentlich einen PKW brauchen, ohne selbst einen Fuhrpark zu unterhalten.
Warum Carsharing für Tutzing sinnvoll ist
Carsharing ist gelebter Klimaschutz und Entlastung für den Ort:
- Ein Carsharing-Auto ersetzt im Schnitt mehrere private PKW – das reduziert den Bedarf an Stellplätzen und entlastet Straßen und Parkflächen.
- Nutzerinnen und Nutzer fahren nachweislich weniger Auto und überlegen bewusster, wann sie wirklich ein Fahrzeug brauchen – der Umwelt- und Lärmbelastung kommt das zugute.
- Gerade am Bahnhof, mit direkter Anbindung Richtung München und Garmisch, passt Carsharing ideal: Viele Wege lassen sich mit Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß erledigen, bei Bedarf steht dennoch ein Auto zur Verfügung.
Für die GRÜNEN in Tutzing ist Carsharing deshalb ein wichtiger Baustein der Mobilitätswende: weniger Zwang zum eigenen Auto, mehr Wahlfreiheit, mehr Platz für Menschen statt für Blech.
Wie es weitergehen soll
Carsharing in Tutzing ist ein Erfolg – aber noch nicht am Ende der Möglichkeiten. Aus GRÜNER Sicht sollten wir:
- die Nutzung weiter stärken, damit die Fahrzeuge dauerhaft wirtschaftlich betrieben und perspektivisch zusätzliche Standorte denkbar werden,
- Carsharing konsequent in die Mobilitätsplanung einbeziehen (z.B. bei neuen Wohnquartieren, ISEK-Maßnahmen am Bahnhofsumfeld),
- und Informationsangebote ausbauen, damit mehr Menschen das Angebot kennen und nutzen.
Carsharing zeigt, wie Kommunalpolitik konkret etwas im Alltag verändert: Ein Antrag, viele Gespräche – und heute haben Bürgerinnen und Bürger eine echte Alternative zum eigenen Auto direkt vor der Haustür. Für mich ist das: ein GRÜNER Erfolg, der Lust auf mehr macht.