Einzelhandel in Tutzing: lebendige Ortsmitte statt Durchfahrtsstraße
Der Einzelhandel ist ein Schlüssel dafür, ob Tutzing als Ort lebendig bleibt – mit Treffpunkten, kurzen Wegen und einem Zentrum, in dem man sich gerne aufhält. Die Leitlinien des ISEK geben uns dafür einen klaren Rahmen: weniger Lärm und Durchgangsverkehr, mehr Aufenthaltsqualität, Grün, sichere Wege und attraktive Angebote in der Ortsmitte und den Ortsteilen.
Meine Forderungen
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Die Ortsmitte soll wieder als echter Mittelpunkt erlebbar werden: mit mehr Aufenthaltsmöglichkeiten, Schatten, Sitzplätzen und Raum zum Bummeln statt nur zum schnellen Durchfahren.
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Einkaufsmöglichkeiten sollen wohnortnah gesichert werden – nicht nur im Zentrum, sondern auch in den Ortsteilen, die ihre dörfliche Struktur behalten sollen.
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Der Verkehr soll so organisiert werden, dass Fußgänger, Radfahrende und der öffentliche Nahverkehr gestärkt werden und der Autoverkehr verträglicher wird; dazu gehören breitere Gehwege, bessere Querungen und weniger Parken „auf jedem Meter“.
Damit stärken wir den bestehenden lokalen Handel, statt ihn gegen Online-Konkurrenz und Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ allein zu lassen.
Mein Ziel: Ortsmitte als Aufenthalts- und Einkaufsraum
Ich setze mich dafür ein, dass die ISEK-Leitlinien nicht in der Schublade bleiben, sondern konkret im Sinne des Einzelhandels umgesetzt werden:
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Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Hauptstraße: mehr Platz für Menschen, Außengastronomie und Begegnung, weniger Dominanz des Durchgangsverkehrs.
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Bessere Erreichbarkeit der Geschäfte zu Fuß und mit dem Rad – einschließlich mehr und gut erreichbarer Fahrradstellplätze und sicherer Querungen.
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Stärkung eines vielfältigen Branchenmix in der Ortsmitte, damit Tutzing für den täglichen Bedarf wie für besondere Besorgungen attraktiv bleibt.
Eine lebendige, schön gestaltete Ortsmitte hilft nicht nur den Läden, sondern schafft Lebensqualität für alle – vom schnellen Einkauf bis zum abendlichen Treffen im Café.
Gemeinsam mit dem Handel denken – nicht gegen ihn
Viele Tutzingerinnen und Tutzinger unterschätzen noch, wie breit und oft preisgünstig das Angebot des örtlichen Einzelhandels ist, inklusive Beratung, Service und persönlichem Kontakt. Die ISEK-Ziele helfen uns, dieses Potenzial sichtbar zu machen:
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durch eine attraktivere Gestaltung des öffentlichen Raums,
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durch bessere Verknüpfung von Handel, Gastronomie und Veranstaltungen,
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und durch eine klare Priorität: Tutzinger Ortsmitte als Einkaufs- und Begegnungsort, nicht als bloße Transitstrecke.
Ich möchte, dass der Gemeinderat künftige Entscheidungen an diesen Leitplanken misst: Wo neue Parkregelungen, Baumaßnahmen oder Verkehrsführungen geplant werden, muss immer gefragt werden: Hilft das unserem Einzelhandel? Stärkt das die Ortsmitte? Passt das zu den ISEK-Zielen?