„Vom Bahnhof zum See“

Nach der vollendeten Sanierung der Hauptstraße sollte nun die von Bürgermeister Krug angestoßene Ortsentwicklungsplanung „vom Bahnhof zum See“ unbedingt weitergeführt werden.

Eine starke Achse zwischen Bahnhof und See

Die Verbindung vom Bahnhof zum See ist die zentrale Achse unserer Ortsmitte – hier entscheidet sich, ob Tutzing als lebendiger Ort mit kurzen Wegen und hoher Aufenthaltsqualität wahrgenommen wird. Mit der inzwischen weitgehend abgeschlossenen Sanierung der Hauptstraße und den Leitlinien des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) haben wir jetzt die Chance, diese Achse deutlich aufzuwerten.

Mein Ziel ist eine durchgängige, sichere und attraktive Wegeverbindung vom Bahnhof über Rathaus und Hauptstraße bis zum See – für Fußgängerinnen und Fußgänger, für Radfahrende, für Kinder, Seniorinnen und Senioren und für alle, die im Ort einkaufen oder Dienstleistungen nutzen. Die baulichen Verbesserungen an der Hauptstraße (breitere Gehwege, Querungshilfen, Fahrradschutzstreifen) sind dafür ein wichtiger Baustein, aber sie ersetzen keine klare städtebauliche und verkehrliche Priorität zugunsten von Fuß- und Radverkehr in der Ortsmitte.

Tempo-30-Zone in der Ortsmitte

Im durchgeführten ISEK-Prozess wurde der Wunsch nach einer höheren Aufenthaltsqualität, einen optisch ansprechenderen Ortsbild, mehr „Grün“ und einer Temporeduzierung auf den Straßen sichtbar. Dabei sollte in die Planung nicht nur die gedachte Linie vom Bahnhof zum Dampfersteg sondern auch die restlichen Bereiche der Ortsmitte (Kirchenstraße, Greinwaldstraße, Traubinger Straße, Oskar-Schüler-Straße) mit einbezogen werden. Eine generelle Tempo-30-Zone im Bereich östlich der Bahnlinie bis zum See, zwischen Oskar-Schüler- und Lindemannstraße ist aus meiner Sicht auf alle Fälle wünschenswert. Momentan haben wir in diesem Bereich einen Fleckenteppich von Geschwindigkeitsbeschränkungen, der einen Schilderwald nach sich zieht und zur Verunsicherung der Verkehrsteilnehmer beiträgt. Eine generelle „Zone 30“ würde das vereinheitlichen und die Verkehrssicherheit sowie die Aufenthaltsqualität in der Ortsmitte steigern.