Aufenthaltsqualität steigern – Tempo und Parkplätze reduzieren
Die Sanierung der Tutzinger Hauptstraße (St 2063) nähert sich nach vielen Jahren Bauzeit ihrem Abschluss. In mehreren Bauabschnitten wurden Fahrbahn, Gehwege, Trinkwasserleitungen und Kanal erneuert sowie Leitungen für Glasfaser vorbereitet. Seit 2025 wurden insbesondere die zentralen Abschnitte in der Ortsmitte mit halbseitigen Sperrungen und Ampelregelungen fertiggestellt. In den folgenden Monaten und Jahren geht es nun darum, ein wahres Zentrum mit einer guten Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Meine frühere Forderung nach Tempo 30 in der Ortsmitte bleibt aktuell: Nach Abschluss der Baumaßnahmen ist eine Geschwindigkeitsreduzierung die logische Ergänzung zu den neuen Querungshilfen um die Sicherheit für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende weiter zu erhöhen.
Es braucht eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie sicher ist die Ortsmitte wirklich, wie hoch sind Lärm- und Verkehrsbelastung für die Anwohner, wie geht es dem örtlichen Handel nach den langen Baustellenjahren? Auf dieser Grundlage werde ich mich weiterhin für Tempo 30, eine klare Bevorzugung des Fuß- und Radverkehrs sowie ein intelligentes Parkraummanagement einsetzen.
ISEK-Leitlinien für einer lebendigen fußgänger- und fahrradfreundlichen Ortsmitte zeitnah umsetzen
Mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) hat Tutzing einen wichtigen Schritt getan, um die zukünftige Entwicklung unseres Ortes strategisch zu bündeln und Zugang zu Städtebaufördermitteln zu sichern. In einem intensiven, mehrjährigen Prozess wurden auf Basis einer Bestandsanalyse Ziele und Handlungsfelder für die nächsten rund 15 Jahre erarbeitet, die Themen wie Ortsmitte, Verkehr, Wohnen, Freiräume, soziale Infrastruktur und Klimaschutz miteinander verknüpfen.
Ich setze mich dafür ein, dass insbesondere folgende Leitlinien des ISEK konsequent verfolgt werden: Stärkung einer lebendigen, fußgänger- und fahrradfreundlichen Ortsmitte, Sicherung bezahlbaren Wohnraums für Einheimische, Erhalt und Aufwertung unserer grünen Freiräume und Treffpunkte sowie die konsequente Ausrichtung aller Maßnahmen an Klimaschutz und Klimaanpassung. Dazu gehört für mich, dass künftige Projekte – von der Hauptstraße über den Bahnhofsumgriff bis zu größeren Bauvorhaben – am ISEK gemessen werden: Wer die im ISEK formulierten Ziele unterstützt, stärkt Tutzings Zukunftsfähigkeit, wer sie ignoriert, schwächt unsere Spielräume bei Lebensqualität und Förderung.
Im Einzelnen:
Integiertes Städtebaukonzept (ISEK)
Die Ortsmitte – Mehr als „Vom Bahnhof zum See“