Als Gemeinderat für Bündnis 90/Die Grünen und Referent für Umwelt und Energie sehe ich im Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) einen wichtigen Rahmen für Tutzings Entwicklung in den kommenden 10 bis 15 Jahren. Das ISEK bündelt zentrale Zukunftsthemen – von der Gestaltung der Ortsmitte über Verkehr und Wohnen bis hin zu Klimaschutz, Freiräumen und sozialer Infrastruktur – und schafft damit die Grundlage, um Städtebaufördermittel gezielt einsetzen zu können.
Vielfältiger Bürgerbeteiligungsprozess
Positiv ist, dass nach einem langen Prozess nun ein vom Gemeinderat beschlossenes Leitbild vorliegt und die Bürgerinnen und Bürger an vielen Stellen beteiligt wurden – in Workshops, Online‑Beteiligungen und Diskussionen zur Ortsmitte, zum Bahnhofsumfeld und zu Treffpunkten im Ort. Zugleich habe ich in den Beratungen deutlich gemacht, dass die Erwartungen der Bürgerschaft an eine mutigere Verkehrswende, mehr Aufenthaltsqualität und klarere Prioritäten nicht in allen Punkten ausreichend berücksichtigt wurden und einzelne Maßnahmen zu sehr als „fertige Lösungen“ präsentiert wurden.
Konkreter Umsetzungsfahrplan
Mir ist wichtig, dass das ISEK kein Schubladendokument bleibt, sondern als verbindlicher Maßstab für konkrete Projekte dient – insbesondere bei der weiteren Entwicklung der Hauptstraße und Ortsmitte, beim Bahnhofsumgriff, bei Sport‑ und Freizeitflächen sowie beim Erhalt von Grün‑ und Freiräumen wie der Lindlwiese. Dazu braucht es klare Prioritäten, einen belastbaren Zeit- und Finanzierungsplan und ein transparentes Monitoring, das zeigt, welche Maßnahmen umgesetzt werden, wo es hakt und wie stark die Ziele des ISEK tatsächlich erreicht werden.
Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit
Als GRÜNER Gemeinderat werde ich mich besonders dafür einsetzen, dass vier Leitlinien des ISEK konsequent verfolgt werden: eine lebendige, fußgänger- und fahrradfreundliche Ortsmitte, mehr bezahlbarer Wohnraum, die Sicherung und Aufwertung unserer grünen Freiräume und Treffpunkte sowie eine klare Ausrichtung aller Projekte an Klimaschutz und Klimaanpassung. Künftige Entscheidungen – von der Verkehrsführung in der Hauptstraße über größere Bauprojekte bis hin zu Förderanträgen – sollten von uns im Gemeinderat systematisch daran gemessen werden, ob sie diese Leitlinien stärken oder schwächen.
Ich werde mich dafür starkmachen, dass die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger auch nach dem ISEK‑Beschluss weitergeht, etwa durch begleitende Werkstätten und Beteiligungsformate zu einzelnen Schlüsselprojekten. Nur wenn wir ISEK, Leitziele Tutzing 2030 und konkrete Maßnahmen gemeinsam denken und umsetzen, wird aus dem Papier ein spürbarer Gewinn an Lebensqualität für alle in Tutzing
