Besichtigung Fahrradparkanlage am S-Bahnhof in Herrsching

Bericht von Anton Maier, ADFC Kreisverband Starnberg.

Auf Anfrage von Bernd Pfitzner (Kandidat für die Bürgermeisterwahl im Januar 2018 in Tutzing) stellte der Vorsitzende der ADFC-Ortsgruppe Herrsching, Thomas Allner-Kiehling die Fahrradabstellanlage am Bahnhof und die Radschutzstreifen in der Rieder- und Bahnhofstraße vor. Bernd Pfitzner erläuterte anfangs, dass die Vermutung, die Bahn wäre für Abstelleinrichtungen zuständig, gute Lösungen in den Gemeinden verhindert.

Formschön, hell und Beleuchtung mit Bewegungsmelder. Vorbildliche Unterstellplätze für die Fahrradanlage

Ordentlich abgestellt, keine Gefahr für die Felgen, gut zu sichern. Hier stellt man gerne sein Fahrrad ab.

Auch die oberen Stellplätze sollten leichtgängig sein, damit man auch schwerere Fahrräder dort parken kann.

Für die wertvolleren Fahrräder gibt es Boxen zu mieten (10 EUR / Monat). Hier finden auch noch zwei E-Bikes Platz. In Herrsching sind momentan alle Boxen vermietet.

Die Gäste aus Feldafing und Tutzing, dort sind aktuell Verbesserungen für den Radverkehr geplant, waren von der Großzügigkeit der Anlage mit ihren 450 Stallplätzen sehr angetan. Martin Held vom Arbeitskreis Hauptstraße Tutzing lobte die Transparenz der Anlage, weil keine dunklen Ecken oder Angsträume das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen.

Die anwesenden Gemeinderäte aus Tutzing und Feldafing dürfte mehr interessiert haben, dass insgesamt aus drei Fördertöpfen ca. 75% der förderfähigen Kosten bezuschusst wurden. In Herrsching lief wegen des barrierefreien Umbaus der Bahnsteige und der nötigen Abstimmung mit der Bahn die Planung über mehrere Jahre. Die genannten Folgekosten sind mit 700€ für eine jährliche Sonderreinigung und ca. 40 Arbeitsstunden für z. B. Laubbeseitigung und Winterdienst für die ganze Anlage tragbar.

Die praktische Erprobung ergab, dass die Fahrräder unten sehr bequem und sicher einzustellen und anzuschließen sind, die oberen Plätze aber Kraft erfordern, wenn ein schweres Fahrrad angehoben und hinaufgeschoben werden muss. Dies haben die Hersteller der Doppelstockparker inzwischen verbessert. Die Ordnung des Bahnhofzugangs erfordert trotzdem noch weitere Maßnahmen, weil viele Räder nach wie vor einfach an Hauswänden oder Handläufen abgestellt werden. Auch das Problem der Entfernung herrenloser Fahrräder wurde angesprochen. Besonders gelobt wurden die Fahrradgaragen für teure Fahrräder, die bei der Gemeinde gemietet werden können, sowie die flexible Abstellfläche für Lastenräder und Motorräder.

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